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Mikrobiom Diät ~ 4.2 Schädliche Lebensmittel - Künstliche Süßstoffe

Januar 16 2023

Mikrobiom Diät ~ 4.2 Schädliche Lebensmittel - Künstliche Süßstoffe
Mikrobiom Diät ~ 4.2 Schädliche Lebensmittel - Künstliche Süßstoffe

 

Hast du dich jemals gefragt ob Diät Süßgetränke eine gesündere Option sind als das Orginal? Es ist allgemein anerkannt, das die Reduzierung von Zucker für unsere Gesundheit von Vorteil ist. Aber was ist mit ihren Ersatzprodukten? Der Konsum von künstlichen Süßstoffen hat heutzutage dramatisch zugenomme, aber sollten wir sie befürworten oder vermeiden?

 

Die Wissenschaft ist immer noch umstritten, aber einige Studien deuten darauf hin das künstliche Süßstoffe möglicherweise nicht die perfekte Lösung zur Gewichtskontrolle und Glukoseintoleranz sind. Auch die Komposition unseres Darmmikrobioms könnte davon beeinflusst werden.

 

Dieser Artikel ist Teil 4.2 der Artikelreihe über die Mikrobiom Diät. Lese Teil 4.1 hier: Mikrobiom Diät 4.1: Schädliche Lebensmittel - Alkohol und Teil 4.3 hier: Mikrobiom Diät 4.3: Schädliche Lebensmittel - Süßigkeiten und Süßgetränke

 

Was sind künstliche Süßstoffe und wo findet man diese? 

Künstliche Süßstoffe sind synthetische Austauschstoffe für Zucker, welche weitverbreitet sind und benutzt werden, um Kalorien in unserer Diät zu vermindern, aber gleichzeitig den süßen Geschmack zu behalten. 

Sie sind als Lebensmittelzusatzstoffe eingestuft und werden von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als sicher für die Verwendung in Dosen angesehen, die die akzeptable Tagesdosis (ADI) nicht überschreiten.

Sie können in 2 Gruppen eingestuft werden:

1. Nicht-nahrhafte Süßstoffe (NNS): sind kalorienfreie oder kalorienarme Alternativen zu herkömmlichen Süßungsmitteln wie Haushaltszucker. Sie haben eine süße Intensität, liefern aber fast keine Kalorien, da unser Verdauungssystem sie nicht vollständig aufnehmen kann

2. Kalorienarme Süßstoffe: typischerweise Polyole oder Zuckeralkohole, sie sind schwerverdauliche Kohlenhydrate mit einem geringeren Kaloriengehalt im Vergleich zu Zucker.

Heutzutage gewinnen diese Ersatzstoffe an Popularität, hauptsächlich, weil sie als gesunde Alternativen beworben werden. Es muss nur eine winzige Menge konsumiert werden, um die gleiche sättigende Wirkung wie Zucker zu erzielen, weshalb sie in allen Arten von Diäten und Ernährungsbehandlungen zur Kontrolle des Körpergewichts sehr beliebt sind. 

Und sie sind überall zu finden! Von Fertiggerichten und kalorienfreien Getränken bis hin zu Zahnpasta, Kaugummis und sogar einigen Vitaminpräparaten.

 

Künstliche Süßstoffe und Gesundheit

Obwohl nicht-nahrhafte Süßstoffe (NNS) als sicher und von der allgemeinen Bevölkerung gut verträglich gelten, sind ihre Auswirkungen auf bestimmte Aspekte unseres Stoffwechsels immer noch umstritten. Wie sie unseren natürlichen Glukosestoffwechsel beeinflussen, wie sie mit süßen Geschmacksrezeptoren in unserem Mund interagieren und wie sie das Darmmikrobiom verändern, sind Fragen, die noch nicht vollständig geklärt sind.

Dies erzeugt für uns als Verbraucher gemischte Botschaften, die die tägliche Auswahl der richtigen Lebensmittel erschweren.

Beispielsweise gibt es Hinweise, die die Besorgnis aufkommen lassen, dass der Konsum künstlicher Süßstoffe zur Entwicklung von Stoffwechselstörungen beitragen könnte, die möglicherweise zu Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen können.

Eine interessante Hypothese, die vorgeschlagen wurde, um diese Veränderungen im Glukosestoffwechsel zu erklären, ist,  dass der Konsum von süß schmeckenden, aber kalorienfreien oder kalorienreduzierten Speisen und Getränken erlernte Reaktionen stört, die normalerweise zum Glukose- und Energiehaushalt beitragen.

Nach dem Verzehr süßer Geschmäcker werden normale Reaktionen wie die Freisetzung von Insulin oder die Aktivierung energie- oder belohnungsempfindlicher Gehirnregionen aktiviert, um einen normalen Blutzuckerspiegel in unserem Körper aufrechtzuerhalten. Es wird jedoch vermutet, dass der Konsum künstlicher Süßstoffe möglicherweise diese Fähigkeit süßer Geschmäcker verändern oder verringern kann. Indem sie die Fähigkeit verringern, die durch kalorische Süßstoffe in der Nahrung bereitgestellte Energie zu kompensieren, können sie möglicherweise den Appetit steigern und die Nahrungsaufnahme anregen. Dies kann erklären, warum ein übermäßiger Konsum von hochintensiven Süßstoffen die Körpergewichtsregulation verändern und negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben kann.

Darüber hinaus, deutet eine beträchtliche Anzahl von Tierstudien darauf hin, dass die chronische Exposition gegenüber künstlichen Süßstoffen nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit, Veränderungen in der Zusammensetzung des Darmmikrobioms, neurologische Verhaltenseffekte, die Induktion von Nierenschäden und Krebs hat.

Obwohl die bestehenden klinischen Daten noch widersprüchlich sind, ist es wichtig, sich dieser potenziellen Auswirkungen bewusst zu sein, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.

 

Künstliche Süßstoffe und das Darmmikrobiom 

Auch wenn einige Süßstoffe wie Sorbit, Mannit und Xylit häufig mit Magen-Darm-Störungen wie Blähungen oder Durchfall in Verbindung gebracht werden, gelten die meisten kalorienfreien künstlichen Süßstoffe als metabolisch „inert“, da sie unverändert aus unserem Körper ausgeschieden werden. Dieser Mangel an Stoffwechsel bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass diese Verbindungen keine Wechselwirkung mit dem Darmmikrobiom haben.

Einige Studien deuten darauf hin, dass Saccharin, Sucralose und Stevia die Zusammensetzung der Darmmikrobiota beeinflussen können. Vorläufige Beobachtungen zeigten Veränderungen der Stoffwechselwege im Zusammenhang mit Glukosetoleranz und Dysbiose beim Menschen nach Saccharinkonsum.

Andere Wirkungen wurden nach dem Verzehr von Polyolen beobachtet. Bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen können sie dosisabhängige Blähungen auslösen, während sie bei gesunden Personen möglicherweise die Population von Bifidobakterien verändern können.

Auch wenn wir zu wenig über die gesundheitlichen Wirkungen künstlicher Süßstoffe wissen, können wir vermuten, dass ihre Auswirkungen auf unseren Stoffwechsel wie bei vielen anderen Lebensmitteln sehr individuell sind. Einige Studien zeigen Veränderungen im Glukosestoffwechsel, andere nicht. Gleiches gilt für Veränderungen im Mikrobiom. Dies ist noch ein neues Forschungsgebiet, und wir warten auf strengere Studien am Menschen, um mehr zu erfahren.

 

Unsere Haltung zu diesem Thema: Umerziehung Ihres süßen Gaumens

Zucker oder seinen Ersatz zu reduzieren, ist nicht immer einfach. Aber anstatt nach Alternativen zu suchen, um unser Verlangen nach Zucker zu stillen, ist es notwendig, zu einer achtsamen Art des Essens überzugehen. Entscheide dich, wann immer möglich, echte Nahrung zu dir zu nehmen.

Gelegentlicher Konsum von künstlichen Süßstoffen schadet wahrscheinlich nicht, bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass sie gesundheitsfördernd sind.
Da die Wissenschaft diesbezüglich noch umstritten ist, raten wir davon ab, diese Produkte im Übermaß zu konsumieren. Vielmehr fördern wir den Konsum von Wasser und die Verwendung natürlicher Alternativen (wie Obst!), um Ihre Naschkatzen zu befriedigen.

 

Zusammenfassend:

  • Nicht nahrhafte künstliche Süßstoffe sind erheblich süßer als Zucker, liefern aber nur geringe Mengen an Kalorien.
  • Künstliche Süßstoffe sind Lebensmittelzusatzstoffe, die in einer Vielzahl von Lebensmitteln und Getränken, aber auch in pharmazeutischen Produkten wie Vitaminen enthalten sind.
  • Aufsichtsbehörden wie die FDA halten den Verzehr der gängigsten künstlichen Süßstoffe für sicher und verträglich.
  • Einige Studien deuten darauf hin, dass künstliche Süßstoffe den Glukosestoffwechsel negativ beeinflussen und möglicherweise die Zusammensetzung des Darmmikrobioms verändern können. Dieses Thema ist ein aktives Forschungsgebiet.
  • Die meisten Studien wurden an Tieren durchgeführt, weshalb weitere Untersuchungen zu den Auswirkungen von Süßungsmitteln auf die Zusammensetzung des menschlichen Darmmikrobioms erforderlich sind

 

 


Autor: Cecilia Clausen (klinische Ernährungsberaterin)